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Das Shape:
Das Channel Islands Bobby Quad in Spine-Tek ist, wie der Name schon vermuten lässt, das Signature Model von Surf Legende Bobby Martinez. Nach dem Ende seiner Surfkarriere legt Bobby den Fokus nicht mehr darauf, die Judges in Contests zu beeindrucken, sondern das Maximum an Spaß auch aus durchschnittlichen Wellen heraus zu quetschen. Das spiegelte sich zunächst im von ihm mitdesigntem CI New Flyer wieder, welches jahrelang sein Go-to-Board war. Anknüpfend daran wünschte er sich von Shaper Britt Merrick ein möglichst kompaktes, schnelles Board, das noch einfacher angleitet und besser in enge Pockets kleiner Wellen passt. Ein flacher Entry Rocker verleiht Speed, etwas mehr Rocker im Tail sorgt für die notwendige Drehfreudigkeit. Unterstützt wird diese Agilität auch durch die Hip im Tail. Im hinteren Bereich des Boards arbeitet ein tiefes Double Concave und bietet viel Speed sowie geschmeidige Rail to Rail Wechsel. Das modifizierte Swallow Tail bietet trotz der Breite noch guten Grip in Turns. Die Rails sind für ein Board dieser Kategorie ziemlich dünn und bieten guten Biss, wenn höhere Geschwindigkeiten erzielt werden - was mit dem reinen Quad Setup häufig der Fall sein sollte! Ein netter Nebeneffekt der dünnen Rails ist, dass man das Bobby Quad auch mit recht viel Volumen surfen kann, ohne zu viel Sensibilität einzubüßen. Fortgeschrittene Surfer hingegen werden das Board kurz surfen, damit es sich fast schon wie ein Skateboard anfühlt.
SurferInnen und Bedingungen:
Das Bobby Quad ist eine gute Lösung für Intermediates aufwärts, die den Spaßfaktor in mäßigen Wellen maximieren wollen. Es kommt ab einer Wellenhöhe von ca. kniehoch zum Einsatz und hat wahrlich kein Problem mit flachen, drucklosen Sections. Gleichzeitig ist es überraschend wie gut das Bobby Quad auch in kraftvolleren, etwas größeren Wellen funktioniert. Wenn der Onshore bläst kommen die Skateboard Qualitäten des Boards voll zur Geltung. Carves sind ähnlich wie beim New Flyer weniger die Spezialdisziplin des Bobby Quads. Dafür fühlt es sich in der Pocket der Welle umso wohler und kann unglaublich gut vertikal gesurft werden - eben was man von einem Bobby Modell erwarten kann.
Alternativen:
Wer Berührungsängste mit einem reinen Quad hat ist mit einem 5 Fin Setup besser beraten. Das Pukas El Loco, das Channel Islands Ultra Joe und das Lost Puddle Jumper HP bieten die Möglichkeit als Thruster, Quad oder Twin Fin mit Trailer gesurft zu werden und decken einen ähnlichen Bereich an Wellen ab. Gleichzeitig sind diese Optionen auch nochmal etwas nutzerfreundlicher und leichter auf dem Rail zu surfen als das Bobby Quad. Für die drucklosesten, kleinsten Tage sind Firewire Twice Baked oder Lost Hydra die bessere Wahl.
Bauweise:
Spine-Tek - Channel Islands Version eines leichten EPS/Epoxy Surfboards und wurde von Technologiepartner Shapers Australia mitentwickelt und lizenziert. Ein leichter EPS Kern wird mit Glasfasern und Epoxidharz laminiert. Der Clou bei Spine-Tek ist ein in den Blank eingelassener, ca. 3mm dicker Stab aus einem Glasfaser/Harz Gemisch, der als Stringer fungiert und dessen Steifigkeit je nach Boardlänge variiert. Dieser verleiht dem Surfboard ein sehr dynamisches Flex Verhalten und verspricht im Vergleich zu Polyester Boards mit Holzstringern eine deutlich bessere Flex Memory, sprich weniger Veränderung der Fahreigenschaft durch Materialermüdung über die Lebensdauer des Boards. In der Summe ergibt das ein Surfboard, das sehr leicht ist und mit dem man relativ einfach Geschwindigkeit generieren kann - insbesondere in suboptimalen Surf Bedingungen eine gute Wahl. Ein netter Bonus ist dass Spine-Tek im Vergleich zu klassischen Polyester Boards etwas robuster ist.
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